Wo soll ich anfangen? Vielleicht einfach mal der Reihe nach.Von Puerto Iguazu nach Bonito haben wir fast einen ganzen Tag gebraucht. Die Busfahrt war anstrengend. Die brasilianischen Busse sind nicht so komfortabel wie die argentinischen Busse. Zu Essen gab es auch nix. Recht zeitig begannen wir Argentinien und dem klangvollen Spanisch hinterher zu jammern. Portugisich ist naemlich ´ne harte Nuss. Doch dazu ein andernmal. Mein laedierter Zeh schwoll immer mehr an bis er mich an einen dunkelbunten Ballon erinnerte. Mittlerweile ist er wieder wohlauf und gelenkig wie und je. Die Busfahrt brachte auch eine Prise Drama mit sich. Wir sind mit der Zeitverschiebung durcheinander gekommen und dachten wir verpassen unseren Anschlussbus in Foz de Iguazu. Panisch stoppten wir ein Taxi, hatten aber keine Reais zum Bezahlen. Pesos hat der Taximann abegelehnt. Im letzten Moment fiel mir meine Reserve an Dollarnoten ein. Die fand er toll. Wir erreichten dann den Busbahnhof und stellten fest, dass wir eine Stunde zu frueh da waren. Lustig wurde es auch an der Grenze. Erstmal wurden wir an der Bushaltestelle ungewollt mit roter Erde eingestaubt. Dann stellten wir fest, dass unsere Tupperdosen mit der Verpflegung undicht waren. Als ich die Sauerei beseitigen wollte habe ich mir die rote Tomatensauce ueber meine helle, graue Leggings gekippt. Als ich am naechsten Tag in Bonito ankam sah ich sehr unappetitlich aus. Nach einer Dusche haben wir dann zur Feier des Tages gezuechteten Kaiman gegessen. Schmeckt gut, ein bisschen wie Haehnchen, dass kurz in eine Fischdose gefallen ist. Und dann kam der Knaller: Açai-Creme zum Nachtisch! Das ist die Açaifrucht zu einem Mus verarbeitet. Sie wird eiskalt mit Bananen und Granola serviert. Wir essen Açai-Creme seitdem jeden Tag. Vorgestern haben wir einen Ausflug zum Fluss Rio da Prata gemacht. Schon der Weg dahin war total schoen. Die Landschaft ist gan in rot und gruen gehalten. Das sieht man ganz gut auf dem unteren Bild:
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| Kuehe und Termitenhuegel |
Emus haben wir auch gesehen. Einer wollte unbedingt die Strasse ueberqueren als wir mit dem Van angefahren kamen. Wirkte ein wenig lebensmuede. Von einer Farm aus sind wir dann durch den "Dschungel" zum Fluss gegangen. Das Wasser war unglaublich klar. So klares Wasser habe ich noch nie gesehen (ausser in der Badewanne, bevor es schaeumt). Wir haben stundenlang geschnorchelt und haben uns ueber Kilometer flussabwaerts treiben lassen. Schon allein dafuer hat sich die Reise gelohnt. Wir sind jetzt total verrueckt nach Schnorcheln und wollen das jetzt so oft wie moeglich machen.
Gestern wollten wir dann eine Radtour zum Fluss machen. Leider hatte unsere koreanische Zimmernachbarin nach den ersten 50 Metern einen Unfall. Gluecklicherweise direkt vor einem oeffentlichen Doktor. Sie wurde dort kostenfrei verarztet und es ist nichts gebrochen. Wir haben die Tour dann abgebrochen und haben den Tag in der Haengematte und im Pool verbracht. Wir haben noch einen indischen New Yorker kennengelernt. Wir sind jetzt eine muntere Vierertruppe. Aber morgen reisen wir alle wieder in verschiedene Richtungen.
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| Nach dem Schnorcheln |
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| Ananas in freier Wildbahn |
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| Da haben wir geschnorchelt |
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| Endlich Haengematten! | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
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