Per Jeep fuhren wir zunaechst nach Poconé. Dies ist der letzte Ort vor dem groessten Feuchtgebiet der Welt. Dort wollten wir Wasser kaufen. Poconé feierte ausgerechnet dann sein Bestehen. Also war Feiertag und alle Geschaefte waren geschlossen. Folglich mussten wir unsere letzten Reais in kleine, teure Wasserflaeschchen auf der Farm investieren. War nicht direkt unser Tag. Aber zurueck zur Fahrt. Mit dem Jeep wurden wir weiter auf der Transpantaneira zu der ersten Farm geschaukelt, bei der wir uebernachten sollten. Die Transpantaneira ist eine erhoehte, unbefestigte Piste mit Schlagloechern und kleinen Holzbruecken. 1973 hat die Regierung beschlossen eine Strasse von Cuiaba nach Corumba zu bauen. Nach 145km fiel ihr auf, dass es Bloedsinn ist eine Strasse in einem Gebiet zu errichten, dass 6 Monate im Jahr unter steht. Der Bau wurde gestoppt. Wir sind auf dem gefahren, was von der Transpantaneira uebrig ist.
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| Transpantaneira |
Am Wegesrand der Transpantaneire haben wir schon frueh Kaimane, Tuiuius und Wasserschweine gesichtet:
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| Kaiman |
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| Tuiuiu |
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| Wasserschweine |
Nachmittags latschten wir bereits durch den Dschungel, begleitet von Unmengen bissiger Moskitos. Voegel, Kaefer, Affen und eine Schildkroete kreuzten unseren Weg. Die Schildkroete wurde mir umgedreht in die Hand gedrueckt. War ordentlich schwer und schon etwas aelter. Am liebsten haette ich noch mehr Wasserschweine gesehen. Die sind der totale Knaller!
Der zweite Tag begann mit einem Ritt durch das "Wetland". Erfahrung spielte keine Rolle. Von unser 6er Truppe wurde ich als erstes auf ein Pferd bugsiert. Zur Einweisung wurde mir erklaert "Reiten ist wie Auto fahren". Dann ging es los. In einer Hand hielt ich die Zuegel, in der anderen einen kleinen Zweig:
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| Ahnungslos |
Mit dem Zweig habe ich versucht die Moskitos vom Pferd fernzuhalten. Das hat nur bedingt gut geklappt. Nach kuerzester Zeit hatte der weisse Schimmel ueberall kleine Blutkleckser an den Ohren und schuettelte immer vehementer den Kopf. So schnell konnte ich ueberhaupt nicht mit dem Zweig wedeln. Selbst beim Trab haben die Blutsauger nicht nachgelassen und ich wurde etwas betruebt. Und dann passierte es. Diesmal bin nicht ich gestolpert, sondern das Pferd. Es war ja alles ueberschwemmt, glitschig und man konnte Loecher nicht sehen. Ich rutschte vom Sattel auf den Hals des Pferdes umd umarmte im letzten Moment einen Baum. Den hab ich solange umarmt, bis der Guide mich wieder auf den Sattel geschoben hat. Franzi war hinter mir und ihr Pferd ist fast zeitgleich an dieser Stelle gestolpert. Sie hat eine Rolle vorwaerts vom Pferd gemacht und wundersamerweise ist ihr nichts passiert. Ich war erst erschrocken und dann erleichtert und sass dann erstmal zittrig auf dem Pferd. In jeder Pfuetze vermutete ich das Verderben. Der Nachmittag verlief dagegen friedlich. Wir haben eine Bootstour unternommen und weiter viele Kaimane, Voegel und Wasserschweine gesehen. Am naechsten Tag sind wir weiter zu einer anderen Farm gefahren, sind ein bisschen zu einm Aussichtsturm gewandert und haben Piranhas geangelt. Piranhas angeln macht Spass, weil die Vorgehensweise recht agressiv ist und man nicht lange warten muss, bis einer anbeisst.
Als es dann irgendwann zurueck nach Cuiaba ging, holte uns die Realitaet ganz fix wieder ein. Zunaechst hatten wir 2mal einen platten Reifen auf der Transpantaneira und wir hatten ja auch noch dieses klitzekleine Geldproblem. Umso dichter wir an Cuiaba kamen, umso aufgeregter wurden wir. Aber es ging alles glatt. Wir hatten nur das Tageslimit der Kreditkarte ueberschritten. Nun sind wir wieder in Cuiaba. die Moskitos haben wenige Stellen am Koerper ausgelassen. Ich fuehle mich, als wuerde ich ein zweites mal die Windpocken durchleben. Tja, wildlife....
Hier gibt es noch mehr Bilder:
http://picasaweb.google.com/103197406458317055632/Pantanal#








UUUUhhhhhh... Wasserschweine!!!
AntwortenLöschenApropos Wasserschweine (Capybaras), was haeltst Du denn von diesem Capybara: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9c/Anakonda_verschlingt_Wasserschwein.jpg ?
AntwortenLöschenOh nein, Uta! Ich mag sie lebendig lieber!
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