Donnerstag, 27. Januar 2011

"Where do we go, once we start leaving?"

Ohne Guide kommt man nicht weit. Das gilt zumindest fuer die Nationalparks in Brasilien. Fuer fast alle Nationalparks braucht man mittlerweile einen Fuehrer. Der verlangt durchschnittlich 120 Reais am Tag. Eintritt kommt noch dazu. Unterwegs ist man dann in einer Gruppe. Man muss sich zwar nicht an die Hand nehmen. Aber jeder weiss ja wie es ist, wenn jeder etwas anderes moechte. Zum Beispiel moechten die einen baden und die anderen mit ihrer Wanderung fortfahren... . Die allseits bekannte Gruppendynamik!Brasilien ist generell sehr kostenintensiv und 2 weitere Monate hier koennten uns finanziell ruinieren. Zwischendurch haben wir schon ueberlegt, die Reise zu verkuerzen. Aber ich koennte ja nicht mal in mein Zimmer. Dann hat unser Geldbezug wieder nicht hingehauen. Das hat uns gestern ordentlich auf Trab gehalten. Nun ist aber alles tipptopp und wir essen wieder mehr als das koestliche Fruehstueck in der Pousada, Papaya und Gurke. Gestern haben wir beschlossen unsere Route zu aendern. Das kommt beinahe taeglich vor, aber wir geniessen es einfach uns treiben zu lassen. Morgen brechen wir auf nach Bolivien. Anfang Maerz kommen wir zurueck nach Brasilien und bereisen die Kueste.
In Cuiaba, der zentralsten Stadt in Sueadamerika, "wohnen" wir momentan in einer Pousada, die es verdient erwaehnt zu werden. Mitten in der Stadt gelegen verfuegt sie ueber einen gruenen Hinterhof mit Huehnern und Haengematten. Manchmal sitzen die Huehner auf den Baeumen oder sie flanieren ueber den Fruehstueckstisch. Leider sind die Haehne schon vor Sonnenaufgang in Konzertstimmung und kraehen jeden morgen unermuedlich. Gegen 7 Uhr stehe ich dann meistens auf. Freiwillig (unglaublich, oder?). Die Pousada ist sehr simpel gehalten. Es gibt kein warmes Wasser, aber ueberall stehen alte Radios, Schallplattenspieler und Buecher.  Der Besitzer, sein Sohn und sein Mitarbeiter sind hilfsbereit und kuemmern sich ruehrend um uns. Er hat uns sogar Geld geliehen und uns auf den Trip nach Pantanal geschickt, obwohl er nicht sicher sein konnte ob wir ueberhaupt zahlen koennen. Heute haben wir ihm erzaehlt, dass wir morgen nach Bolivien moechten. Er hat direkt einen Freund angerufen, der fuers bolivianische Council arbeitet. Der Freund wird heute nachmittag vorbeikommen mit Landkarte und Informationen. Dann sind Vater und Sohn sehr musikalisch. Der Vater summt (meist schief, aber sympathisch) den ganzen Tag und hoert Musik. Der Sohn singt abends und spielt Gitarre. Wir fuehlen uns hier so wohl. Da ist es auch nicht schlimm, dass wir laenger bleiben mussten. Auf unseren Rueckweg werden wir wahrscheinlich wieder eine Nacht hier verbringen

Bilder von der Pousada findet ihr hier:
http://picasaweb.google.com/103197406458317055632/Cuiaba#

2 Kommentare:

  1. Hihi, dann musst Du die Hühner nur noch dazu bringen Dir ein frisches Ei direkt auf den Frühstückstisch zu legen ;)

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  2. Sie duerfen es notfalls auch im Busch legen. Aber dann muessen sie es gleich zum Kuechenchef bringen......

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